Home > Über uns > Die Geschichte

Wie alles begann…

 

Spenden statt wegwerfen!

innatura sammelt bei Herstellern und Händlern Sachspenden für soziale Zwecke. Was sich so einfach anhört, erfordert eine ausgefeilte Logistik und ein hohes Maß an Qualitätssicherung.

Lager (noch leer)Wie eine Soap Opera im wahrsten Sinne des Wortes klingt die Geschichte von innatura, denn die Idee entstand dank 100 Tonnen Shampoo.

„Ein früherer Kollege rief mich vor drei Jahren an und sagte: Ich habe hier 200.000 Flaschen auf dem Hof stehen, falsch etikettiert, die Ware hundertprozentig in Ordnung, hast du einen Abnehmer dafür?“, erinnert sich innatura-Gründerin Juliane Kronen.

Bedingung: Die Ware muss schnell auf eigene Kosten abgeholt werden, und sie darf nicht im Schwarzmarkt auftauchen. Die damals 46-Jährige telefoniert sich die Finger wund. Als Partnerin der Boston Consulting Group (BCG) und engagierte Ehrenamtliche verschiedener Organisationen verfügt sie über ein großes Netzwerk. Das geschenkte Shampoo wandert trotzdem in den Müll, weil keine interessierte Organisation über die Logistik und die Lagermöglichkeiten für eine so große Spende verfügt.

Die promovierte Betriebswirtin bespricht das Problem mit zwei Kollegen aus der BCG bei einem abendlichen Kölsch. Gemeinsam starten sie eine umfangreiche Recherche und finden heraus: Jedes Jahr werden in Deutschland Waren im Wert von sieben Milliarden Euro entsorgt.

Darunter befinden sich sehr viele hoch- und neuwertige Waren, von denen die Hersteller zu viel produziert haben oder bei denen lediglich die Verpackung falsch oder veraltet ist. Rund ein Drittel der weggeworfenen Produkte gehören genau in die Gruppen, die gemeinnützige Organisationen dringend brauchen: Spielzeug, Körperpflege, Haushaltswaren, Baumaterial, Waschmittel, Bürobedarf.

Juliane Kronen: „Was gibt es Nachhaltigeres, als bereits vorhandene überschüssige Waren vor dem Wegwerfen zu bewahren und an Organisationen zu geben, die sie brauchen?“

Gabelstapler im LagerGenau hier setzt innatura an. Im Laufe des Jahres 2013 wird das Geschäftsmodell des neuen Sozialunternehmens finalisiert und die Anschubfinanzierung auf die Beine gestellt. Mit BonVenture ist einer der führenden Sozialinvestoren in Deutschland mit im Boot.

Gleichzeitig beginnt die Zusammenarbeit mit In Kind Direct, der vom britischen Thronfolger Prinz Charles im Jahre 1996 gegründeten Vorbildorganisation.

Die erste Produktspende traf Ende Juli 2013 im Troisdorfer Zentrallager ein. Weil der Platz dort zu klein wurde, ist innatura inzwischen in ein größeres Lager in Köln-Westhoven umgezogen.