Home > Presse > Spenden statt wegwerfen (Sonderseite Handelsblatt – Business Briefing – 14.02.2014)

Abschrift des Artikels „Spenden statt wegwerfen“ aus der Sonderseite aus Handelsblatt – Business Briefing vom 14. Februar 2014

Spenden statt wegwerfen

Wegwerfen ist einfach – scheinbar zu einfach. Denn neuwertige Waren landen in Deutschland viel zu schnell im Müll. Die Firma innatura dagegen sammelt diese Waren und verteilt sie an gemeinnützige Organisationen, so dass sie einen guten Zweck erfüllen. Für die Bethmann Bank ist das ein überzeugendes Konzept, das sie tatkräftig unterstützt.

Die Situation ist paradox: in Deutschland werden jährlich Konsumgüter im Wert von sieben Milliarden Euro vernichtet. Waren, die lediglich einen kleinen Makel in der Verpackung aufweisen oder deren Produktlinien eingestellt wurden. Doch besteht eine große Nachfrage nach diesen Waren, denn in Deutschland sind mehr als elf Millionen Menschen von Armut bedroht, darunter eine Million Kinder. Die ehemalige Unternehmensberaterin Dr. Juliane Kronen wollte diese Situation nicht länger akzeptieren. Sie gründete die Firma innatura, die seit Mitte 2013 unternehmen mit Bedürftigen in Verbindung bringt.

innatura fungiert als Plattform für Sachspenden. sie sammelt hochwertige Produkte von Unternehmen und verteilt sie an gemeinnützige Organisationen, die sonst nur schwer an die dringend benötigten Waren kämen und keine eigene Logistik haben. Die Institutionen müssen sich dazu bei innatura registrieren und erhalten die Waren
für eine Vermittlungsgebühr von fünf bis 20 Prozent des tatsächlichen Marktwerts frei haus geliefert. Die Gebühr stellt sicher, dass die Organisationen nur Produkte bestellen, die sie wirklich benötigen – und deckt die kosten für Vermittlung, Zwischenlagerung und Transport. Bei der wichtigen Arbeit profitiert das Start-up von den langjährigen Erfahrungen seiner Partnerorganisation InKindDirect in Großbritannien, die unter der Schirmherrschaft von Prince Charles steht.

Der britische Thronfolger war auch einer der ersten Empfänger von innatura: als der Prinz von Wales im Juli 2013 Großvater wurde, schickte Juliane Kronen eigenhändig ein Paket mit Windeln ins Clarence House mit der Nachricht, dass innatura in Deutschland
ab sofort operativ tätig ist. seitdem sind ihre Dienste jedoch von weitaus bedürftigeren Adressen in Anspruch genommen worden:
Die junge Firma vermittelte bislang Waren im Wert von 100.000 Euro an mehr als 60 Hilfsorganisation. darunter befanden sich Kleidung oder Pflegeprodukte für Obdachlosenheime, sogar Adventskalender mit Kondomen für eine Anlaufstelle für Zwangsprostituierte. Ein Kinderhospiz erhielt Spielzeug – und dringend benötigte Windeln, weil die Krankenkassen pro Kind täglich nur zwei Windeln bezahlen. Produktspenden haben inzwischen sogar das syrische Flüchtlingslager Atmeh erreicht.

innatura verfolgt ehrgeizige Pläne: in fünf Jahren will Juliane Kronen Sachspenden im Wert von 40 Millionen euro vermittelt haben und arbeitet mit Nachdruck am Ausbau des eigenen Kontaktnetzes. Unterstützung erhält sie bei ihrer nachhaltigen Arbeit von der Bethmann Bank. Dabei hat die Bank neben der reinen finanziellen Unterstützung die Aufgabe übernommen, innatura noch bekannter zu machen und wichtige Kontakte zu vermitteln. Schließlich verfügt die Bank über zahlreiche Kunden aus dem unternehmerischen Bereich, die ebenfalls Waren spenden können.

Verantwortlich:
Bethmann Bank AG
Bethmannstraße 7– 9 · 60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 21 77 – 0 · www.bethmannbank.de