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Über unseren „Tag der offenen Tür“ im innatura-Lager in Köln-Westhoven hat die Kölnische Rundschau in ihrer Stadtteilausgabe vom 21. September 2017 berichtet. Eine Abschrift des Beitrags von Holger Hoeck:

Markenprodukte auch für Bedürftige

Innatura GmbH vermittelt Sachspenden an Organisationen und Einrichtungen

WESTHOVEN. In den Regalen des Lagers stapeln sich palettenweise Windeln, Cremes, Haushaltswaren und Spielzeug. „Das sind alles fabrikneue Waren, die aus einer Über-oder Fehlproduktion stammen respektive nach einem Sortimentswechsel oder aufgrund eines neuen Designs von den Firmen abgeschrieben, sprich: entsorgt würden“, sagt Dr. Juliane Kronen, Gründerin und Geschäftsführerin der gemeinnützigen „Innatura GmbH“. Seit Juli 2013 sammelt die Gesellschaft bei großen Herstellern und Händlern (unter anderem Beiersdorf und die Drogeriemarktkette „dm“) nicht verkaufbare Produkte und vermittelt sie über eine Online-Plattform an soziale Organisationen und Einrichtungen. Um Interessierten und Vertretern einen transparenten Einblick in ihre Arbeit und die Produktvielfalt zu gewähren, öffnete„Innatura“für einige Stunden die Türen zu ihrem Lager.

„Angefangen hat alles mit drei Lkw-Ladungen Windeln, die uns unser britischer Kooperationspartner des multinationalen Netzwerks ,In Kind Direct International‘ unter der
Schirmherrschaft des englischen Thronfolgers Prince Charles nach Deutschland geschickt hatte. Unser erstes Lager in Troisdorf umfasste 300 Quadratmeter, jetzt haben wir hier im Gewerbepark an der André-Citroën-Straße mehr als die dreifache Lagerfläche,
auf der sich über 1500 verschiedene Produkte stapeln.“

Weicht die aufgedruckte Farbe des Firmenlogos auf Zollstöcken vom Original ab oder wurde ein Saisonartikel überzählig produziert, klingelt bei Dr. Kronen und ihrem Team das Telefon. „Dann fahren wir zu der Firma und holen die Sachen ab. Manchmal werden sie uns jedoch auch geliefert.“ Sachspenden im Wert von über zehn Millionen Euro wurden so bereits gesammelt und an über 900 gemeinnützige Organisationen weitergereicht. Positiver Nebeneffekt: Auch über 700 Tonnen Müll wurden hierdurch vermieden.

Soziale Einrichtungen bestellen bedarfsgerecht (ein möglicher Schwarzmarkt wird somit unterbunden) und schonen das Budget, das sie für ihre eigentliche Arbeit einsetzen können. Lediglich eine geringe Vermittlungsgebühr in Höhe von fünf bis 20 Prozent des günstigsten Marktpreises müssen an die Treuhänder bezahlt werden. „Rund die Hälfte unserer über 2300 registrierten Organisationen sind Kinder- und Jugendeinrichtungen, doch auch die Flüchtlings- und Obdachlosenhilfe oder Kinderheime werden von uns beliefert. Oft erhalten bedürftige Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben Zugang zu Markenprodukten und fühlen sich hierdurch von der Gesellschaft nicht abgehängt“, führt Kronen aus.

Als kleines Dankeschön für die wertvolle Tätigkeit, für die „Innatura“2015 im bundesweiten Innovationswettbewerb „Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort“ prämiert wurde, lädt der Prinz jährlich zum Abendessen in den Buckingham Palace ein, bei dem Dr. Juliane Kronen von Mitarbeitern und besonders bereitwilligen Spendern begleitet wird.